Stetig steigende Herausforderungen fordern Sie. Kinder , die Zusammenarbeit mit Eltern und die gemeinsame Lösungssuche im Team gerät dabei gelegentlich aus der Balance. Eigentlich ist und war der Beruf der pädagogischen Fachkraft ihr Traumberuf., jedoch gehen Ihnen gelegentlich die Methoden aus , um den Herausforderungen gerecht zu werden.

Ich lade Sie  lade Sie dazu ein, Wege und Handlungsoptionen zu entwickeln, die verschiedene Ebenen einbeziehen.

Das System um mich herum kann ich oft nicht allein verändern, meine Haltung jedoch schon.

Einleitung und Wahrnehmung 

Viele Fachkräfte geraten bei herausfordernden Verhaltensweisen von Kindern und Eltern an ihre Grenzen. Sie werden mit einer Vielzahl eigener Bedürfnisse und damit verbundener Emotionen konfrontiert.

Was braucht es?

Haltung, Biografie, Fachwissen, Erfahrungswerte, sichere Bindung, Beziehung, Gewaltfreiheit, ein Konzept was Orientierung gibt und kindgerechte Regeln enthält, ein gelebtes Schutzkonzept, Maßnahmen – und Interventionspläne, Zusammenarbeit im Team, Reflexion, Stärkenorientierung, Fehlerfreundlichkeit, der gelassene angemessene  Umgang mit Widerständen und  vermeintlichen Unwegsamkeiten, Selbstfürsorge und das Wahrnehmen eigener Grenzen … all das braucht es, um erwünschte Verhaltensweisen bei Kindern zu manifestieren, anstatt unerwünschte immer wieder zu fokussieren.

Erziehungpartnerschaft und Haltung 
Die gelingende Erziehungspartnerschaft und die Haltung von Fachkräften, dass Eltern die Experten ihrer Kinder sind und Fachkräfte erziehungsbegleitend  unterstützen, ist eine unverzichtbare Haltung im gesamten Prozess.

Die Haltung der Fachkraft sollte symbolisch einem Leuchtturm gleichen.

Unterstützend, leuchtend, schützend, stabil, vorhersehbar,  den Stürmen standhaltend ,ohne vor Mitleid oder enttäuschten Erwartungen,  dabei selbst Schiffbruch zu erleiden.

Die Aufgabe der Fachkräfte ist es weiterhin,  Eltern und Kinder in ihre Kraft zu bringen,  um den Rahmen ihrer Möglichkeiten weitestgehend zu erweitern.

So selbstwirksam wie nur möglich, durch die unruhige See zu kommen um nach eigenem Tun , einen  sicheren Hafen zu erreichen.

Die Fachkraft leuchtet mit ihrer Haltung , hat einen wachsamen Blick Zug die Umgebung , auf sich und hat das Kindeswohl dabei  im Blick.

Sie stärkt, unterstützt, berät, begleitet, zeigt kindgerecht Grenzen auf, ist Vorbild und entwickelt einen orientierungsgebenden Rahmen,  der Stärken und Grenzen gleichermaßen berücksichtigt und alle ihr möglichen , unterstützenden  Faktoren einbezieht.

Personalverantwortung und erforderliche Rahmenbedingungen
Um dies zu verwirklichen, ist es unerlässlich, dass die Fachkraft,  Unterstützung vom Team, von der Leitung und ggf. vom Träger erhält.

Es braucht eine stärkenfokusierte Beobachtung des Kindes von mehreren Fachkräften, Zeit und Wissen für eine gelingende Elternarbeit auf Augenhöhe, Handlungsleitfäden, Dienstanweisungen,  Kooperstionsvereinbarungen, Fortbildungen in den  Bereichen Heilpädagogik, Kinderschutz, Elternarbeit, Kommunikation, Prävention, traumasensible  Pädagogik,  …

Weiterhin braucht es theoretische und rechtliche Grundlagen und Möglichkeiten , dass wenn die bisherigen Maßnahmen erschöpft sind,  Kinder verkürzt gehen, sich rausnehmen können, rausgenommen werden können.  Weitere Fachstllen eine individueller oder therapeutische Unterstützung ermöglichen , um den  Bedürfnis ,und dem Bedarfen mehr Raum  zu geben.

Team

Weiterhin braucht es Zeit,  für die Entwicklung der Teamkultur, für strukturierten kollegialen  Austausch,  externe Kooperationen,  Hospitationen, ein einheitliches professionelles Vorgehen unter Berücksichtigung des Kinderschutzes und das Wissen über die internen  Ressourcen ( Fachkräfte mit spezifischen Wissen, Kapazitäten für eine individuelle Unterstützung des Kindes,  …)

Kinderschutz als Leitgedanke 

Der  wohlwollende, professionelle und grenzwahrende Umgang mit den Kindern die als herausfordernd empfunden werden. Eine Sensibilität für die Theorie des guten Grundes  und  der Schutz der gesamten Gruppe,   stellt hierbei eine Hauptaufgabe dar und diese ist meiner Erfahrung nach die Königsdisziplin im pädagogischen Alltag.

Eine weitere Grundlage für professionelles Verhalten , welches im Schutzprozess die Untermauerung darstellt, sind die

UN Kinderrechtskonventionen

Diese stellen eine weitere Grundlage dar, wenn wir Möglichkeiten der Lösung, in Bezug auf herausforderndes Verhalten betrachten.

Folgende  Schutz und Fürsorgerechte sind hier besonders zu nennen .

  • Bildung
  • Spiel  und Freizeit
  • Gewaltfreiheit
  • Schutz bei Behinderung und drohender Gefahr
  • Schutz vor Benachteiligung
  • Recht auf Fürsorge
  • Recht auf Gleichbehandlung
  • Schutz bei Flucht und Krieg

Herangehensweisen auf allen Ebenen 

Durch die Vielzahl der benannten Faktoren,  wird schon hier im Text transparent,  wie komplex  und vielschichtig dieser Prozess ist  und wie notwendig es ist, ein strukturiertes Vorgehen zu erarbeiten, welches  immer wieder nachjustiert wird, um sich den umgebenden Bedingungen, den Lebensumständen des Kindes flexibel und gleichzeitig innerhalb eines klaren kindeswohlunterstützenden Orientierungsrahmens  anpasst.

Stolperfallen

Oft wird aus bestem Gewissen heraus  durch verschiedene individuelle Maßnahmen versucht,  das unerwünschte Verhalten  des Kindes zu verändern. Manchmal wirken die Interventionen experimentell, emotionsgeladen oder ergriffen. Mitleid, Wut, Hilflosigkeit, Erwartung, Überforderung. Resignation und einige weitere starke Emotionen wechseln sich hier häufig ab.

Die  Problemsicht  erhält  oftmals unbewusst viel Raum und verschleiert und verhindert,  dass  die Fachkräfte Situationen differenziert und lösungsorientiert betrachten,  die gut gelingen. um diese auszubauen.

Häufig geschieht es, dass  unerwünschte Verhaltensweisen ermahnt werden, viel Raum erhalten, ohne Lösungswege aufzuzeigen…

„ Du sollst nicht immer schlagen !!! „

„Das  Kind lügst und provoziert mich“

“ Ich mach doch hier keine extrawurscht, alle Kinder werden bei mir gleich behandelt“

“ zieh dich alleine an“

„Das Jugendamt macht eh nix“

Der muss mal spüren

„Hör  auf zu Petzen, das kommt davon wenn du xxx“

“ Schaut euch mal alle den xxx an“

„ wegen dir bin ich aber traurig „

Sind oft Haltungen und Sätze die zu einer Manifestation des Verhaltens führen.

Die Hilflosigkeit von Fachkräften führt häufig dazu, dass dem Kind für unerwünschtes Verhalten 100 Prozent Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und das Verhalten fehlinterpretiert wird, verhalten nicht hinterfragt wird ,

Strafen und Sätze wie „ du sollst nicht schlagen, du gehst jetzt in den Flur. führen dazu,  dass das Kind sich allein fühlen, keine Lösungen aufgezeigt bekommen und  negative aufmerksam erhalten. Durch die starke Reaktion der Fachkraft.

Die Aufgabe von Fachkräften liegt nicht darin das Kind maßzuregeln. Mit Sätzen wie dies und das darfst du nicht,.

Aufgabe der Fachkraft 

Die Aufgabe besteht vielmehr darin,  dem Kind zu sagen und zu zeigen,  was es darf , was erwünscht ist und  dem  Kind Werkzeuge ( Möglichkeiten) an die Hand zu geben, um grenzwahrend  agieren.

Besondere Kinder brauchen besondere  Maßnahmen und ja, selbstverständlich ist es die  Aufgabe von pädagogischen Fachkräften, einen Alltag  zu ermöglichen, in dem das Kind Unterstützung, Wertschätzung, Stärkung , natürliche Konsequenz und  Zugehörigkeit erfährt.

Die Grundlage dafür stellen ein gelebtes ( Schutz) Konzept dar,  systemische Grundsätze, Haltung,, Reflexion des eigenen Verhaltens, Zuversicht und eine stärkenorientierung sind  der Schlüssel.

Bedürfnisse dahinter  verstehen 

Dabei ist es von Bedeutung die Bedürfnisse des Kindes und die Mittel , um sich diese zu erfüllen,  gut zu kennen.

Kooperation

Dies erfordert  die Kooperation und Sichtweise aller Beteiligten .Ziel sollte es sein das Verhalten des und dahinter liegende Bedürfnis zu kennen unter Berücksichtigung der Lebenswelt.

Gewaltfreiheit und Wort und Tat

Strafen und grenzüberschreitende Erziehungsmethoden in Form von ignorieren, vorführen, ausgrenzen, fehlender Unterstützung,  Entzug von Wirksamkeit,  Überforderung und ein  machtvolles durchsetzen, von negativ formulierten und zu wenig konkreten Regeln führen zu gefährdendem Verhalten was sich stetig weiter manifestiert.

 Lösungen 

  • Raus aus dem Teufelskreis und bisherige Muster durchbrechen. Grundsätzlich ist es nie zu spät!
  • Die Lösung  ist oft vielschichtig
  • Es gilt alle Ebenen,  um das Kind herum unter die Lupe zu nehmen,
  • Um geeignete Maßnahmen zu entwickeln unter Berücksichtigung von Risiko-und Schutzfaktoren

Folgende Eben sind immer mit einzubeziehen

  • Fachkraft
  • Einrichtung
  • Kind
  • Eltern
  • Kooperationen
  • Lebenswelt

Für einen gelingenden Prozess ist es unerlässlich:  

  • Verhalten des Kindes sachlich ( nach GfK ) zu beobachten und zu dokumentieren ( wann.
  • Zu beobachten  in welchen Situationen das  erwünschte Verhalten auftritt,  um dieses auszubauen
  • Theoretische und rechtliche Grundlagen zu kennen
  • Gewaltfreiheit und ein Schutzkonzept mit folgende. Inhalten zu leben:
  1. Beteiligung,
  2. Prävention
  3. Beschwerde
  4. HLF
  5. Verhaltenskodex
  6. Fortbildung
  7. Kooperation aller Beteiligten
  8. Kollegiale Fallberatung

Perspektiv-Wechsel

Von einem Kind zu verlangen Verhalten zu ändern ist  damit vergleichbar,  als würde man Ihnen auftragen,  ein Rad zu wechseln, ohne das richtige Werkzeug zu haben.

Wenn Kinder mit Gewalt reagieren,  verstummen, ihr Verhalten plötzlich ändern, Eltern hilflos wirken und Termine mit Kooperationspartnern in weiter Ferne liegen  oder zu geringen Erfolgen im Alltag führen,  sind die persönlichen und beruflichen Grenzen  schnell erreicht. Das Kind braucht dringend Unterstützung vom Team.

Problemsicht gegen Lösungssuche tauschen 

Liegt der Fokus erst einmal auf dem sogenannten  „ Problemverhalten“  des Kindes und wird das Kind als Störfaktor erlebt und betrachtet, braucht es veränderte und schützende Maßnahmen, eine veränderte Haltung, einen Perspektiv-Wechsel und erweiterte Möglichkeiten, um professionell zu handeln.

Das System und das eigene Handeln verändern 

Um lösungsorientiert neue Strategien zu entwickeln, um das Kind in der Gruppe zu integrieren, Entwicklung und Lernraum zu ermöglichen und Grundsätzen des Wohlergehens aller Kinder gerecht zu werden, ist es ein wesentlicher Schritt, das System um das Kind herum, auf allen Ebenen zu betrachten, MIT all den Potenzialen, Interessen, Schutz-und Risikofaktoren die es umgibt.

Potentiale aktivieren statt Fehlersuche

Wenden Unterstützende  ihren Blick auf die Potentiale und Interessen des Kindes, der Einrichtung der Eltern anstatt auf die Mängel,  werden entwicklungspsychologische Aspekte unabhängig vom Alter und „genormtem Verhalten“ des Kindes berücksichtigt und wird im System verstanden, dass besondere Umstände , besondere Maßnahmen erfordern. So besteht die Möglichkeit , das Kind und dessen Familie angemessen auf dem  Weg zu begleiten.

Die Welt retten, können wir erfahrungsgemäß kaum. Aufgaben von Teams und Fachkräfte sollte es vielmehr sein, Familien innerhalb ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.

Grundsätze

  • Jedes Verhalten hat einen Grund
  • Kinder verhalten sich so wie es ihnen möglich ist
  • Gewalt von Kindern ausgehen, stellt oft eine Hilflosigkeit dar Konflikte zu klären und Bedürfnisse angemessen zu äußern
  • Kinder  nutzen ihr Repertoire an Handlungsweisen, um ihre Bedürfnisse zu zeigen und um sich diese zu erfüllen

Die  Aufgabe von Fachkräften ist es:

  • Ihnen nach fachlichen Grundsätzen  das  richtige Werkzeug an die Hand zu geben, um größtmögliche Wirksamkeit zu erleben, innerhalb eines klaren Rahmens und der Gemeinschaft unter Beachtung der Individualität

Angebot an Teams und Institutionen 

Wenn Sie Unterstützung benötigen, haben Sie Geduld.

Der erste Schritt zur schnellst möglichen Lösung ist es, sich einen guten Plan zu entwickeln, um diesen  Schritt für Schritt gemeinsam umzusetzen.

Hilfreich ist es weiterhin,  das Kind behutsam und kleinschrittig  mit konkreten und positiv formulierten Zielen,  in ein kindgerechtes, sicheres, geschütztes System zu integrieren,  unter Berücksichtigung  der Lebenswelt, der Anlagen der Bedürfnisse, der Kompetenzen und der Grenzen.

Dazu kann es auch gehören, das System, um dieses Kind herum, zu adaptieren.

Haben Sie einen Bedarf  oder Fragen,   unterstütze Sie gern auf ihrem Weg.